Eröffnungsrede // Discours d'ouverture: S.E. Dr. Nikolaus Meyer-Landrut (Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich // Ambassadeur de la République fédérale d'Allemagne en France)

Begrüßung // Allocutions de bienvenue : Guy Maugis (AHK Frankreich)

Begrüßung // Allocutions de bienvenue: Peter Etzenbach (Allianz France)

1. Podiumsdiskussion // Première table ronde : Isabelle Moreau (AEF), Pascal Laurin (Robert Bosch France), Wilhelm Heuken (Currenta GmbH & Co. OHG), Dr. Oliver Heikaus (DIHK), Emmanuel Garnier (Air Liquide), Danielle Dubrac (CCI Paris – Île-de-France)

Diskussionseröffnung // Ouverture des débats: Béatrice Angrand (DFJW //OFAJ)

Eindrücke des 3. Deutsch-Französischen Berufsbildungstages // Impressions de la 3ème Journée Franco-Allemande de la Formation Professionnelle et de l’Apprentissage : Cécile Jahan (AFPA)

Best-Practice Beispiele // Partage d’expérience : Laurent Len (Lycée Diderot Paris), Jesko Herrmann (Bertrandt SAS), Quentin de la Chapelle (Bertrandt SAS), Baptiste Janot (Lycée Diderot Paris), Uli Stein (Lernfabrik 4.0 Göppingen & Schuler Pressen GmbH)

Französische Staatssekretärin // Secrétaire d’Etat Clotilde Valter (Französisches Arbeitsministerium // Ministère du Travail, de l’Emploi, de la Formation professionnelle et de l’Apprentissage) & Guy Maugis (AHK Frankreich // Chambre Franco-Allemande de Commerce et d’Industrie)

Keynote : Prof. Dr. Hans Jörg Bullinger (Wilo Foundation)

Eindrücke des 3. Deutsch-Französischen Berufsbildungstages // Impressions de la 3ème Journée Franco-Allemande de la Formation Professionnelle et de l’Apprentissage

2. Podiumsdiskussion // Deuxième table ronde: Prof. Dr. Reinhold Weiß (BIBB), Gilles Babinet (Europïsche Kommission //Commission européenne), Kader Garnier-Aw (speach.me), Dr. Wolfgang Müller (Bundesagentur für Arbeit), Martine Paty (Französisches Bildungsministerium // Ministère de l’Education nationale, de l’Enseignement supérieur et de la Recherche), Josef Nießl (Carl Benz Schule Karlsruhe), Jean-Christophe Prunet (Rohde & Schwarz France)

Abschlussworte // Discours de clôture : Französische Staatssekretärin // Secrétaire d’Etat Clotilde Valter (Französisches Arbeitsministerium // Ministère du Travail, de l’Emploi, de la Formation professionnelle et de l’Apprentissage)

Eindrücke des 3. Deutsch-Französischen Berufsbildungstages // Impressions de la 3ème Journée Franco-Allemande de la Formation Professionnelle et de l’Apprentissage

Eindrücke des 3. Deutsch-Französischen Berufsbildungstages // Impressions de la 3ème Journée Franco-Allemande de la Formation Professionnelle et de l’Apprentissage

  • Was ist der Deutsch-Französische Berufsbildungstag?

    Rund fünf Millionen der 15 - 24 jährigen Europäer sind arbeitslos. Das entspricht einer Jugendarbeitslosigkeitsquote von 22%, die seit 2014 konstant geblieben ist. Diese besorgniserregenden Zahlen waren für die Deutsch-Französische Industrie-und Handelskammer der Anlass, etwas dagegen zu unternehmen. Aus diesem Grund organisierten wir erstmalig im März 2014 den Deutsch-Französischen Berufsbildungstag, der seitdem jedes Jahr in Paris stattfindet und zu den bedeutendsten Veranstaltungen im deutsch-französischen Bildungsbereich gehört.

    Die ganztägige Berufsbildungskonferenz (rund um Podiumsdiskussionen, Best Practice Beispiele, Impulsvorträge deutscher, französischer und europäischer Experten sowie Auszubildender) :

    • Informiert zu aktuellen Themen der beruflichen Bildung beider Länder,
    • Fördert deutsch–französische Kooperationen im Bereich der Berufsbildung,
    • Regt zur nachhaltigen Beschäftigung mit diesem Thema in Deutschland und Frankreich an,
    • Ruft konkrete binationale Bildungsprojekte ins Leben,
    • Führt Unternehmensvertreter, Experten und Akteure der beruflichen Bildung beider Länder zusammen. 

  • Höhepunkte des 3. Deutsch-Französischen Berufsbildungstag

    Der 3. Deutsch-Französische Berufsbildungstag bildete den diesjährigen Höhepunkt der erfolgreichen Veranstaltungsreihe der AHK Frankreich zum Thema Berufsbildung.

    Die rund 200 Teilnehmer, darunter zahlreiche Ehrengäste wie :

    • Clotilde Valter, Französische Staatssekretärin für berufliche Bildung und betriebliche Berufsausbildung im französischen Arbeitsministerium

    • Olaf Scholz, Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit und
    • S.E. Dr. Nikolaus Meyer-Landrut, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich,  

    tauschten sich am 14. April 2016 in den Räumlichkeiten von Allianz France zum Thema „Industrie 4.0 – Berufliche Bildung 4.0? Die Digitalisierung der Berufe – neue Perspektiven für unsere Jugend“ aus.  

    Zu den Referenten zählten Entscheidungsträger der beruflichen Bildung wie:

    • Danielle Dubrac, Vorstandsmitglied der Industrie- und Handelskammer Paris,
    • Dr. Oliver Heikaus, Leiter des Bereichs Weiterbildung der DIHK,
    • Dr. Wolfgang Müller, Member of the Board of the European Network of Public Employment Services,
    • Martine Paty, Stellvertretende Leiterin der Abteilung für Berufsabschlüsse, Französisches Bildungsministerium und
    •Prof. Dr. Reinhold Weiß, Stellvertretender Präsident und Forschungsdirektor des BIBB,

    und international anerkannte Experten wie:

    • Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Vorsitzender des Vorstands der Wilo-Foundation, und
    • Gilles Babinet, Digital Champion für Frankreich bei der Europäischen Kommission,  

    sowie Unternehmensvertreter von Allianz, Air Liquide, Bertrandt, Rohde & Schwarz und Robert Bosch France. Auch Akteure der deutsch-französischen Beziehungen wie das Deutsch-Französische Jugendwerk waren vertreten. 

    Neben der Präsentation des jungen Unternehmens speach.me standen auch Erfahrungsberichte von Auszubildenden und Networking auf dem Programm. Deutsch-französische Kulturmittler und Medien wie das Deutsch-Französische Sekretariat und die Zeitschriften Vocable und ParisBerlin trugen auf ihren Ständen zum interkulturellen Austausch bei.  

    Die AHK Frankreich dankt an dieser Stelle nochmals ihren Partnern: DFJW, Allianz, Deutsche Botschaft Paris, Wilo-Foundation, Michelin, DIHK, AFAAF Pro, Deutsch-Französisches Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung, ParisBerlin und Vocable, und freut sich bereits auf den 4. Deutsch-Französischen Berufsbildungstag 2017.  

 Video & Ton: Benedikt Nabben // www.benediktnabben.de

 Video & Ton: Hugo Taschet // www.klangers.com

Journalistenwettbewerb 2016

Wettbewerb für deutsch-französische Nachwuchsjournalisten am 3. Deutsch-Französischen Berufsbildungstag

Anlässlich des 3. Deutsch-Französischen Berufsbildungstags lud die AHK Frankreich interessierte Journalismusstudenten aus Deutschland und Frankreich ein, am Event teilzunehmen und im Anschluss einen Artikel zu verfassen.

Die Artikel der vier eingeladenen Journalismusstudentinnen und -studenten Maria Stöhr und Jean-Marie Magro von der Deutschen Journalistenschule München, Nele Wehmöller von der Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld und Gérémy Charrier vom Institut de Journalisme zeugten von einem großen Interesse an den Themen Berufsbildung und Industrie 4.0 und können hier gelesen werden.

Den Artikel der Gewinnerin Nele Wehmöller finden Sie zudem in der Mai-Ausgabe der AHK Frankreich Zeitschrift CONTACT.

Viel Spaß beim Lesen!


  • Nele Wehmöller : Digitalisierung als Chance für die Jugend

    Der digitale Wandel wird maßgeblich die Zukunft aller Unternehmen beeinflussen. So viel ist sicher. Auf der Leinwand im Saal der Allianz France in Paris leuchtete daher die Frage „Industrie 4.0 – Berufliche Bildung 4.0?“. Gut 200 Gäste aus Politik und Wirtschaft hatten in den blauen Sitzen vor dem Podium Platz genommen. Gemeinsam tauschten sich die Vertreter aus Deutschland und Frankreich einen Tag lang über die Bedeutung der Digitalisierung der Berufe und die damit verbundenen neuen Perspektiven für die Jugend aus. Der von der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer (AHK Frankreich) organisierte 3. Deutsch-Französische Berufsbildungstag zeigte damit Ansätze auf, wie mit den verschiedenen aktuellen Herausforderungen umgegangen werden kann. Deutschland und Frankreich spielen dabei eine wichtige Rolle.„Es geht um die Zukunft, die Annäherung von Deutschland und Frankreich und um die Berufsbildung der Jugend“, erklärte Guy Maugis, Präsident der AHK Frankreich. „Wir stehen vor einer wichtigen Revolution, was die Industrie der Zukunft angeht. Die Frage ist, welche Rolle wir bei den aktuellen Entwicklungen spielen werden.“

    Mit der sogenannten „Industrie 4.0“, unter der beispielsweise die intelligente Produktion der Zukunft verstanden wird, gehen veränderte Anforderungen an die Berufswelt und die Berufsbildung einher. Neue Berufsfelder entstehen, andere werden durch neue technische Möglichkeiten überflüssig. Parallel dazu hat Europa mit dem Problem einer hohen Jugendarbeitslosigkeit zu kämpfen. Fast jeder vierte Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren in Europa ist arbeitslos.

    In zwei Podiumsdiskussionen setzten sich aus diesem Grund Vertreter der Institutionen und Unternehmen mit der Frage nach der zukünftigen beruflichen Bildung auseinander und lieferten dabei wichtige Denkanstöße. Es wurde deutlich, dass die nachkommenden Fachkräfte aufgrund ihrer ohnehin hohen technischen Affinität zunehmend digitale Kompetenzen mitbringen, die es bewusst einzusetzen gilt. Zudem müssten die Lehrpläne angepasst und die Ausbilder entsprechend in ihrer Medienkompetenz geschult werden. Darin waren sich alle Anwesenden einig.
    Mit der zunehmenden Vernetzung werde zukünftig auch die europäische Mobilität eine wichtige Rolle spielen. Es sei daher wichtig, verschiedene Kooperationen weiter auszubauen. Wie eine solche Zusammenarbeit zwischen einem Unternehmen und einer Berufsschule aussehen kann, zeigten Best-Practice-Beispiele.

    Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit hat sich vor allem Jesko Herrmann zum Ziel gemacht. „Es liegt uns am Herzen, einen kleinen Beitrag zur Lösung des Problems der Jugendarbeitslosigkeit zu leisten“, betonte der Niederlassungsleiter und Gesamtprojektleiter des Unternehmens Bertrandt S.A.S., das  mit Standorten in Deutschland und Frankreich in der internationalen Automobil- und Luftfahrtindustrie tätig ist. Er wolle soziale Verantwortung übernehmen und jungen Menschen, die ihren beruflichen Weg noch nicht gefunden haben, eine neue Perspektive geben. In Zusammenarbeit mit der Berufsschule Lycée Diderot Paris entwickelte sein Unternehmen einen neuen individuellen Ausbildungsgang. Dieser dauert zwölf Monate und vermittelt in Theorie und Praxis die Konstruktion mobiler Automobile.

    „Der erste Jahrgang letztes Jahr war ein voller Erfolg. Alle neun Auszubildenden sind jetzt fest in der Industrie etabliert. Wir haben die Herausforderung der Integration gemeistert“, freute sich Laurent Len, Schulleiter des Lycée Diderot Paris. Er ist der Meinung, dass nicht nur die Erstausbildung, sondern das lebenslange Lernen gerade in der heutigen Zeit von entscheidender Bedeutung sei.

    Einer der französischen Auszubildenden des ersten Jahrgangs ist Quentin de la Chapelle. Der 30-Jährige hat seinen BTS-Abschluss zum CAD-Konstrukteur im Rahmen der Ausbildung bei Bertrandt gemacht und wurde in Festanstellung übernommen. Nachdem er sechs Jahre lang als Smartphoneverkäufer gearbeitet hatte, entschied er sich mit der BTS-Ausbildung für einen beruflichen Neuanfang. In einem Rhythmus von zwei Tagen Schule und drei Tagen im Unternehmen gleicht die Ausbildung mit hohem Praxisbezug  dem dualen System in Deutschland.

    Ähnlich erging es dem 25-jährigen Franzosen Baptiste Janot, der lange nach seinem richtigen beruflichen Weg suchte und vorher vieles ausprobiert hat. Er befindet sich nun im zweiten Jahrgang der BTS-Ausbildung bei Bertrandt. „Dass ich die Ausbildungsanzeige von Bertrandt bei der Arbeitsagentur gesehen habe, war ein Glücksfall. Und dass Bertandt zudem ein deutsches Unternehmen ist, hat mich zusätzlich sehr motiviert“, sagte er und fühlt sich mit dem bereits Erlernten auf die Digitalisierung der Industrie gut vorbereitet.

    Jemand, der während seiner Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik ebenfalls frühzeitig mit der „Industrie 4.0“ in Berührung kam, ist Uli Stein. Der deutsche Auszubildende schilderte bei den Best-Practice-Beispielen seine Erfahrungen: Direkt nach seinem Realschulabschluss wusste der aus der Nähe von Stuttgart Stammende, dass er einen Beruf im Handwerk erlernen wollte. Im Februar hat der 20-Jährige seine Ausbildung beim deutschen Unternehmen Schuler Pressen GmbH abgeschlossen und wurde übernommen. Er war einer der ersten, die während der Ausbildung an der Lernfabrik 4.0 der Gewerblichen Schulen Göppingen lernen durfte. Hier wurde er durch Simulationen auf die Rolle, die Industrie 4.0 in Zukunft bei der Produktion spielen wird, vorbereitet. „Alle Geräte sind vernetzt und kommunizieren miteinander“, erklärte er den Besuchern anhand eines Schaubildes auf der Leinwand. „Es ist ein sehr interessanter Bereich, in dem es Spaß macht zu arbeiten“, betonte er. Aufgrund der ständigen Weiterentwicklung sei es aber besonders wichtig, sich selbst stetig weiter zu schulen, um nicht auf der Stelle stehen zu bleiben.

    „Der Wandel muss als Chance wahrgenommen werden“, betonte auch Clotilde Valter. Die französische Staatssekretärin für berufliche Bildung und betriebliche Berufsausbildung im französischen Arbeitsministerium lobte die vielen genannten Beispiele. Die französische Regierung versuche durch ständige Weiterentwicklungen auf die Revolution einzugehen, dabei auch die Schwächsten zu berücksichtigen und den Zugang zum Arbeitsmarkt zu vereinfachen. Schließlich sei eine Gefahr der aktuellen Entwicklung, dass Arbeitslose benachteiligt werden, wenn sie nicht die richtigen Fachkompetenzen vorweisen können.

    „Der technische Fortschritt hört nicht auf“, sagte Guy Maugis, Präsident der AHK Frankreich, zum Abschluss der Veranstaltung und betonte, wie wichtig der deutsch-französische Austausch dabei sei. Dieser liefere Beispiele und Anregungen für die Praxis, die zeigen, wie es funktionieren kann, jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten und sie gleichzeitig auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorzubereiten.
    Denn Ideen und Modelle gibt es reichlich, das wurde am 3. Deutsch-Französischen Bildungstag deutlich. Inwiefern die geführten Gespräche fruchtbar werden und weitere Kooperationen – sowohl zwischen Unternehmen und Ausbildungsstätten als auch zwischen den beiden Ländern – zustande kommen, wird sich in Zukunft zeigen. Die ersten Schritte in die richtige Richtung sind gemacht.

     

     

  • Maria Stöhr : Revolution und Chance

    Die Industrie 4.0 verändert die Anforderungen an die Berufsschule. Wie kann die Ausbildung Schritt halten mit dem Wandel am Arbeitsplatz?   

    Ein Auto kann mittlerweile selbstständig einparken und Abstand halten. Es merkt, wenn der Fahrer müde ist und schlägt eine Pause an der nächsten Raststation vor.
    Technische Entwicklungen und die Digitalisierung der Wirtschaft verlaufen rapide. Das zeigt sich auch am Arbeitsplatz. Moderne Maschinen sind vernetzt und hochkompliziert, Roboter wickeln Produktionen alleine und automatisiert ab. Möglich sind diese Entwicklungen durch intelligente Sensoren,  die sehen und fühlen können.

    Das Bewusstsein über diese Veränderungen nimmt zu. Eine Revolution steht bevor, darin sind sich beim 3. Deutsch-Französischen Berufsbildungstag in Paris anwesenden Fachleute aus Industrie und Politik einig. Industrie 4.0, dieses Thema wird gerade in hoher Frequenz diskutiert und zieht zugleich große Fragen nach sich.
    Wer kann solche modernen Maschinen bedienen? Wer wird sie reparieren, wenn sie defekt sind?

    Will man diese Fragen beantworten, muss man zuerst auf die Berufsbildung schauen. Sie legt das Fundament für die Arbeitswelt, muss auf die Veränderungen reagieren, sie in die Lehrpläne integrieren. Wandelt sich die Berufswelt, stellt das die berufliche Schulbildung auf den Kopf.

    Lernen am Tun – die Schule als Fabrik
    Die Carl-Benz-Berufsschule in Karlsruhe hat sich etwas einfallen lassen. Lernfabrik 4.0 heißt das Pilotprojekt, in dem die Schüler auf ihren Beruf vorbereitet werden. Es kostet 1,14 Millionen Euro und wird vom Land Baden-Württemberg, der Stadt Karlsruhe und den Sozialpartnern getragen. „Die Fabrik als solche entsteht in der Schule“, sagt Schulleiter Josef Nißl bei der zweiten Podiumsdiskussion des 3. Deutsch-Französischen Berufsbildungstages, „hier müssen sich die Schüler genau wie draußen im Betrieb das aneignen, was es zu lernen gibt.“

    Frontalunterricht war einmal, auch Gruppenarbeit gibt es nur noch selten. Stattdessen: Handlungsorientiertes Lernen in der Laborsituation. Die Auszubildenden lernen die Grundfertigkeiten kennen, ansonsten arbeiten sie selbstständig und in Teams an den Maschinen.

    Unterstützung erhalten die Schüler durch digitale Lehrmittel und sogenannte E-Learning-Programme. Per Tablet-PC können sie sich in einer Art virtuellem Raum Unterrichtseinheiten ansehen – jeder in seiner individuellen Lerngeschwindigkeit. Azubis schulen so zeitgemäß ihre Medienkompetenz.
    „Der Lehrer ist dann nur noch der Moderator, der Unterstützer im Lernprozess“, sagt Nißl. Gerade weil sich Technologien so schnell wandeln, nimmt der Schulleiter die Lehrer aber auch in die Pflicht. „Sie müssen immer am Puls der Zeit sein und sich fortbilden“, so Nißl, „sie müssen wissen, was draußen in den Betrieben läuft.“

    Nachhaltige Ausbildung
    Der Blick hinaus dem Klassenzimmer, hinein in die Räume der Industrie ist einer, den Schulen nicht vergessen sollten. Nur so weiß man, welche Berufe am Arbeitsmarkt gebraucht werden, was in den Lehrplänen stehen soll und ob die Ausbildungsberufe Schritt halten mit den Veränderungen. Dazu bedarf es eines engen Kontaktes zwischen Schule und Unternehmen.

    Pascal Laurin, Manager bei Robert Bosch France SAS, vermisst häufig das Gespräch mit den Bildungseinrichtungen. „Das ist ein Versäumnis von beiden Seiten. Wir müssen die Beziehung zwischen Industrie und Schule neu aufbauen“, sagt Laurin. Dialog und Zusammenarbeit sind ihm wichtig. „Die Industrie könnte den Schulen mehr Ressourcen wie Geld und Material zur Verfügung stellen. Im Gegenzug sollten die Ausbilder mehr darauf achten, was die Wirtschaft braucht.“

    Industrie 4.0 – eine Revolution auch für die Bildung? Es ist jedenfalls ein großer Umbruch, wenn Industrie, IT und Kommunikation miteinander verschmelzen. Ein Umbruch, für den die Berufsschulen neue Rezepte brauchen. Die Zutaten klingen vielversprechend: Eine bessere Vernetzung mit der Industrie, zukunftsgewandte Unterrichtsmethoden, qualifizierte Ausbilder. Vielleicht wird es bald mehr Lernfabriken geben.

  • Gérémy Charrier : L’apprentissage du futur pour un meilleur avenir

    L’industrie 4.0 est sur toutes les lèvres. C’est le cheval de bataille de chaque entreprise en 2016. À l’aube d’une révolution majeure qui devrait avoir un impact aussi important pour l’économie qu’ont pu l’avoir l’avènement d’internet, la digitalisation des techniques et des savoirs est la rampe de lancement de la réussite future. Pour l’Allemagne et la France, c’est un combat qui devrait être mené ensemble et qui devrait passer par la valorisation d’une formation mieux adaptée à de nouveaux métiers.

    Il semblerait que l’Allemagne ait beaucoup d’enseignements à donner à la France en matière de formation professionnelle. C’est l’une des nombreuses conclusions que l’on peut tirer de la 3ème Journée Franco-Allemande de la Formation Professionnelle et de l’Apprentissage, qui a eu lieu à la Défense, près de Paris, dans la salle de conférence flambant neuve de la tour Allianz.

    Outre-Rhin, l’apprentissage, même s’il semble reculer depuis quelques années du fait du vieillissement de la population, fait de véritables émules. Il séduit énormément les jeunes. Au-delà d’être un système qui fonctionne en matière de réduction du chômage chez les jeunes, c’est aussi une démonstration de la réussite du dialogue entre l’État, le patronat et les syndicats.

    Nœud du problème en France où le déchirement se fait de plus en plus grand chaque jour. « L’État définit un cadre général qui ouvre ensuite le dialogue entre les partenaires sociaux. Ils discutent alors des salaires, du temps de travail mais aussi de l’organisation de la formation professionnelle », explique Nikolaus Meyer-Landrut, ambassadeur d’Allemagne en France, lors de son discours inaugural. Mais si là-bas, l’apprentissage a si bonne presse, c’est aussi parce qu’il n’est pas dénigré comme c’est le cas en France. « On a toujours fait de l’apprentissage une voie de seconde zone qui ne mènera jamais à de grandes responsabilités. Une voie pour ceux qui ne réussissent pas à faire de hautes études. Alors qu’en Allemagne, c’est totalement différent, on vous explique que l’on peut aller très loin par cette voie », argumente Guy Maugis, président de la Chambre Franco-Allemande de Commerce et d’Industrie qui fait le lien entre les professionnels des deux pays frontaliers.

    Le numérique va être un grand bouleversement pour l’ensemble de l’économie et pas uniquement pour l’industrie. C’est ce qu’a bien compris Peter Etzenbach, directeur financier du groupe Allianz France : « Le digital va créer une véritable rupture également dans le milieu des assurances. Nous savons que la formation est très importante parce que nous avons un besoin de jeunes formés qui vont assurer notre avenir ». Le groupe Allianz se félicite d’augmenter d’année en année depuis 2013 son nombre d’apprentis. Alors qu’il s’élevait à 253 à cette date, il a plus que doublé en 2015 pour atteindre 575. Un exemple qu’a suivi, à plus petite échelle, l’entreprise allemande Bertrandt qui a signé un accord depuis deux ans avec le lycée Diderot et le Greta de Paris pour former une dizaine de jeunes par promotion. Sur le modèle de la formation professionnelle à l’allemande, l’entreprise est directement impliquée dans les études de ces jeunes. L’emploi du temps est de deux jours à l’école et de trois en entreprise. Ce mode permet une application immédiate au travail des connaissances acquises en cours et inversement, un retour rapide sur les potentielles difficultés qu’ils pourraient rencontrer. Une vraie transparence est également de mise concernant les résultats des élèves. L’entreprise fait en partie passer les examens aux apprentis en fin d’année.

    L’intérêt de cette manière de procéder pour la formation est que les écoles et les centres de formation ne forment pas à perte. Ils forment en fonction des besoins des entreprises. Il est important qu’un jeune ne soit pas formé pour être formé mais qu’il le soit pour être compatible avec le marché du travail. Surtout qu’avec l’arrivée du digital au cœur des métiers, le changement est toujours plus rapide et de nouveaux métiers émergent.

    Quand il est difficile pour une main d’œuvre plus âgée d’apprendre l’utilisation des nouveaux outils issus du numérique, il doit sembler plus simple pour la jeunesse, qui vit désormais tout au long de la journée avec son smartphone et ses fonctionnalités toujours plus développées, d’acquérir des compétences nouvelles. Ceci n’est pas si aisé dans le milieu professionnel. « Les jeunes sont habitués à leur smartphone mais ça n’est pas une raison qui veut dire qu’ils savent maitriser des compétences numériques professionnelles », rappelle Oliver Heikaus, directeur de la formation continue à la fédération des chambres de commerce et d’industrie allemandes. Car, en effet, s’il est facile de naviguer sur les réseaux sociaux, il peut l’être beaucoup moins lorsqu’il s’agît de se servir d’un logiciel professionnel complexe. Une problématique soulevée il y a déjà quelques temps par l’entreprise allemande Currenta, filiale du groupe Bayer. Elle bénéficie de son propre collège de formation à Leverkusen en Rhénanie. « Le 4.0 n’est pas nouveau pour nous. Nous formons chaque année environ 2500 apprentis à 25 métiers », se targue Wilhelm Heuken, directeur de la formation pour l’entreprise.

    Dans leur propre intérêt, les entreprises ont besoin aussi de former tout au long de leur carrière leurs employés ou même doivent écouter ce qu’ils peuvent avoir comme requêtes qui puissent les aider dans leurs tâches quotidiennes. C’est ce que fait l’entreprise Bosch en France. « La digitalisation de nos usines est une question de survie dans la compétitivité. On travaille beaucoup en bottom-up (comprendre approche ascendante). Par exemple sur notre site de Drancy, on créé des chaudières connectées, c’est-à-dire qu’elles enregistrent et envoient des données en fonction des pannes et de leur utilisation. Ça va nous permettre dans le futur de créer des chaudières en s’appuyant sur ces données. Ça nous donne des indications aussi sur les nouveaux besoins et pour la recherche et le développement mais aussi pour le marketing. Et donc pour décrypter ces données, nous avons besoin de quelqu’un. Ces initiatives sont à l’origine de nos employés sur le terrain. C’est un plus », développe Pascal Laurin, cross selling manager chez Bosch France.

    Ce qu’il y a de bénéfique aussi dans les nouveaux métiers du numérique, c’est que les entreprises ont besoin de travailleurs expérimentés pour expliquer le métier et de jeunes pour apprendre aux plus anciens comment fonctionnent les nouveaux outils de travail. Pour Heuken, « il est important de travailler en réseau et d’opérer un vrai partage des données entre les employés ». Créer un nouveau lien social est donc aussi la résultante de ce nouveau mode de travail via le numérique. Sur le site de Bosch à Mondeville, un incubateur de données a été créé pour permettre aux jeunes d’enseigner l’usage du digital aux plus anciens. « Ça fonctionne parce que ce sont les employés au bas de l’échelle qui initient ces changements et ça se fait pour le bénéfice de l’entreprise. Le mouvement est donc inversé. C’est le mixage des générations », poursuit satisfait Pascal Laurin.

    Une difficulté, qui est sûrement la plus ardue, a été aussi évoquée lors de cette journée. C’est le changement très rapide des métiers. Certains se modifient seulement, d’autres disparaissent carrément. C’est donc là où la formation professionnelle allemande devrait se démarquer de la française car les entreprises dictent réellement le rythme de la formation en fonction de leur besoin. Mais, en Ile-de-France, la Chambre de Commerce et d’Industrie (CCI) ne se laisse pas abattre. « On essaie vraiment de s’adapter aux besoin des entreprises et d’être réactif en proposant des formations innovantes », rapporte Danielle Dubrac, membre du bureau de la CCI. Un effort non négligeable, même si pour elle, il est primordial de garder de la flexibilité dans l’offre de formation : « Les enfants qui sont en maternelle, dans 25 ans, ils feront sûrement des métiers qui n’existent pas encore. Là est toute la difficulté, mais on essaie de mieux capter le numérique pour une meilleure réussite de nos étudiants présents et futurs ».



  • Jean-Marie Magro : Ein guter Cocktail

    Kaum zu glauben, aber vor zehn Jahren war Deutschland der „kranke Mann Europas“. Nach einschneidenden Arbeitsmarktreformen zieht die Bundesrepublik die europäische Lokomotive – aus ökonomischer Perspektive – fast im Alleingang. Seit der Finanzkrise schwächelt der wichtigste Partner: Frankreich. Doch nur zusammen können die beiden Staaten gegen den US amerikanischen und den asiatischen Markt in der Zukunft bestehen.


    Deutschlands verstorbener Bundeskanzler Helmut Schmidt sagte einmal: „Wer eine Vision hat, der soll zum Arzt gehen.“ Schmidt mag mit einigem Recht gehabt haben, aber gerade die französische Jugend verlangt nach nichts mehr als einer Perspektive.

    Kader Garnier-Aw, CEO beim erfolgreichen Start-up speach.me, stellt beim dritten Deutsch-Französischen Berufsbildungstag der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer Paris die wahrscheinlich wichtigste Frage: „Warum bleiben die französischen Talente nicht hier, sondern gehen in die USA?“ Und er gibt umgehend die Antwort: „Ganz einfach. Dort gibt es die Vision und die Mittel.“
    Garnier-Aw selbst kehrte nach Zwischenstationen in London und Hongkong nach Frankreich zurück. „La France, c’est mon pays“, sagt er. Doch bei seinen Reisen ins Silicon Valley fiel ihm auf, wie sich Fremdsprachen, vor allem Französisch, etabliert haben. Auf die Frage, was Frankreich brauche, um sich wiederaufzurichten, sagt Garnier-Aw: „Visionen, Visionen, Visionen.“

    Der kreative französische Geist wird an diesem Tag häufig erwähnt. Wer mit Teilnehmern der Veranstaltung redet, hört immer wieder: Französische Qualitäten waren, sind und werden gefragt bleiben. Nur, wenn es zuhause keine Möglichkeiten gibt, wandern die jungen Leute eben aus. Guy Maugis, AHK-Präsident, bleibt für die Zukunft dennoch optimistisch: „Als Franzose neigt man zu sagen, (wir sind in jederlei Hinsicht unfähig)?. Aber zum Beispiel die französische Schule der Mathematik ist weltweit führend“, sagt er. Maugis erklärt, Big Data und damit ein bedeutender Teil der Industrie 4.0 basiert auf der Mathematik. Zusammen mit den deutschen und europäischen Partnern müsse Frankreich wieder eine bedeutendere Rolle in der Weltwirtschaft einnehmen. Das funktioniere nur, wenn Europa die Industrie der Zukunft gestaltet. „Die wichtigste Frage für Deutsche und Franzosen ist doch: Werden wir wieder nur Zuschauer sein wie bei Web 3.0, als die Amerikaner die Gewinne eingestrichen haben?“,  fragt Maugis.

    Pascal Laurin von Bosch France schließt sich der Meinung seines ehemaligen Vorsitzenden an. Eine Wiederbelebung der europäischen Wirtschaft könnten vor allem Deutsche und Franzosen vorantreiben: „Klar gibt es Unterschiede zwischen den beiden Kulturen. Aber diese Vielfalt ist unser Reichtum“, sagt Laurin. Die französische Kreativität kombiniert mit der deutschen Exportstärke: „Ich glaube, das könnte einen guten Cocktail geben“, führt Laurin aus.

    Auch der Präsident des Elektronikkonzerns Rohde&Schwarz France, Jean-Christophe Prunet, ist der Überzeugung, die beiden größten Volkswirtschaften Europas müssten mehr zusammenarbeiten. Der einzige große deutsch-französische Konzern sei Airbus. Hier sei noch mehr Spielraum für weitere Projekte.

    Doch genau das ist der Unterschied zwischen der deutschen und der französischen Diskussion: Einige französische Politiker und Ökonomen sehen die großen, multinational agierenden Unternehmen noch immer als das wichtigste Glied in der Kette der Volkswirtschaft. Währenddessen besinnen sich die deutschen Kollegen auf die funktionierende Industrie?, den Mittelstand. Das Rückgrat der deutschen Gesellschaft.

    Auch Prunet sieht hier einen Widerspruch: „Die Industrie in Deutschland funktioniert. In Frankreich muss sie ganz neu gedacht werden.“ Braucht Frankreich deshalb einen starken Staatschef, der Reformen in die Hand nimmt? Der seine Wiederwahl riskiert? Ein französischer Gerhard Schröder? „Das wünschen sich die Unternehmen natürlich. Zurzeit machen wir nur ganz kleine Schritte“, sagt Prunet.
    Allerdings betont er, dass es unfair wäre die momentane französische Wirtschaftslage nur auf den Präsidenten Hollande zu schieben. Er sieht eher ein systematisches Problem: „Tatsache ist doch, weder eine linke noch eine rechte Regierung könnte die Reformen durchführen, die nötig sind. In Frankreich ist es so, dass das Wohl der Politik vor dem der Allgemeinheit steht. In Deutschland weiß man ganz genau, dass es umgekehrt sein muss.“

    Auf den Gängen des Allianz-Turms, wo der Deutsch-Französische Berufsbildungstag stattfindet, begegnen einem viele Franzosen, die geradezu ehrfürchtig von der funktionierenden deutschen Wirtschaft sprechen. Man stelle sich diese Diskussion vor zehn Jahren vor: Damals noch komplett umgedrehte Vorzeichen. Deutschland war der kranke Mann Europas. Frankreich gab die europäische wirtschaftliche Lokomotive.

    Doch aus diesem historischen Bewusstsein entsteht (hoffentlich) Verantwortung und Zuversicht auf beiden Seiten. Die französischen Verantwortlichen können am Beispiel Deutschland sehen, dass sich ein harter Reformweg später auszahlen kann. Die deutsche Seite hat erkannt, dass gegenüber dem wichtigsten europäischen Partner kein belehrender Ton angebracht ist.

    Denn morgen kann die Situation schon wieder anders aussehen. Die bedeutendste Erkenntnis des Deutsch-Französischen Berufsbildungstags ist: Nur gemeinsam spielen die beiden größten europäischen Volkswirtschaften in der ersten Reihe des Orchesters der Weltökonomie.

Themen 2016

Industrie 4.0 – Berufliche Bildung 4.0 ? - Die Digitalisierung der Berufe – neue Perspektiven für unsere Jugend

  • Programm

    9:30Empfang der Gäste
     
    10:00Begrüßung
    Guy Maugis, Präsident der AHK Frankreich

    Jacques Richier, Vorstandsvorsitzender von Allianz Frankreich

    Eröffnungsrede
    S.E. Dr. Nikolaus Meyer-Landrut, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich

    Olaf Scholz, Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit (Videobotschaft)
     
    Video „Industrie 4.0“, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
     
    10:40Podiumsdiskussion 1
    Veränderung der Berufe durch Digitalisierung – Herausforderung für Unternehmen und berufliche Bildung
       
     Danielle Dubrac, Vorstandsmitglied, Industrie- und Handelskammer Paris Ile-de-France
    Emmanuel Garnier, Director, Smart Innovative Operations (SIO), Air Liquide
    Dr. Oliver Heikaus, Leiter des Bereichs Weiterbildung, DIHK
    Wilhelm Heuken, Leiter Bildung, Currenta GmbH & Co. OHG
    Pascal Laurin, Cross Selling Manager, Robert Bosch France SAS
    Jacques Spelkens, CSR Manager Belgium, Head of CSR Networks, Engie
      
    12:15Mittagspause / Buffet und Networking
      
    13:30 Diskussionseröffnung
    Béatrice Angrand, Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW)

    13:45Keynote
    Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger
    , Vorsitzender des Vorstands der Wilo-Foundation
    14:00Best-Practice Beispiele

    Erfolgreiche Kooperation zwischen Schulen und Unternehmen:
    Jesko Herrmann, Niederlassungs- und Projektleiter, Bertrandt S.A.S. 
    Laurent Len, Schulleiter, Lycée Diderot Paris

    Erfahrungsberichte junger Auszubildender:
    Quentin de la Chapelle, Bertrandt S.A.S.
    Baptiste Janot
    , Lycée Diderot Paris
    Uli Stein, "Lernfabrik 4.0", Gewerbliche Schule Göppingen & Schuler Pressen GmbH
     
     
    14:50Podiumsdiskussion 2
    Anpassung der beruflichen Bildung an die Digitalisierung der Arbeitswelt - Welche konkreten Maßnahmen und Kooperationen auf deutsch-französischer und europäischer Ebene?
        
    Gilles Babinet, Digital Champion für Frankreich, Europäische Kommission
    Kader Garnier-Aw, CEO, speach.me
    Dr. Wolfgang Müller, Member of the Board of the European Network of Public Emplyment Services, Bundesagentur für Arbeit
    Josef Nißl, Schulleiter, Carl-Benz-Schule Karlsruhe
    Martine Paty, Stellvertretende Leiterin der Abteilung für Berufsabschlüsse, Französisches Bildungsministerium
    Jean-Christophe Prunet, Präsident, Rohde&Schwarz France
    Prof. Dr. Reinhold Weiß, Stellvertretender Präsident und Forschungsdirektor, BIBB
     
    16:20Abschlussworte
    Clotilde Valter, Staatssekretärin für berufliche Bildung und betriebliche Berufsausbildung, Französisches Arbeitsministerium
     
    16:50Umtrunk und Networking
     
     

    Veranstaltungsmoderation:
    Isabelle Moreau, Chefredakteurin für Soziales, AEF

    Konferenzsprachen: Deutsch und Französisch.
    Es wird simultan gedolmetscht.

     

    *unter Vorbehalt

     

     

  • Die Themen im Detail


    Der 3. Deutsch-Französische Berufsbildungstag soll vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung der Unternehmen und der Ausbildung zur intensiven und nachhaltigen Beschäftigung mit diesem Thema anregen. Vorbereitende Maßnahmen zur Realisierung konkreter Berufsbildungsprojekte sind dabei essentielle Bestandteile der Veranstaltung. In Zusammenarbeit mit den Partnern der Berufsbildungskonferenz (Ministerien, Institutionen, Unternehmen, etc.) sollen zwei Podiumsdiskussionen zu den obengenannten Themen stattfinden. Best-Practice-Beispiele werden den täglichen Umgang mit der Digitalisierung in der Ausbildung zeigen und erfolgreiche Kooperationen zwischen Unternehmen und Schulen werden präsentiert. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die Entwicklung eines europäischen digitalen Kompetenzrahmens für die Berufsbildung gerichtet.

    Anlässlich des 3. Deutsch-Französischen Berufsbildungstages werden sich Experten der beruflichen Bildung mit dem Thema der voranschreitenden Digitalisierung in der Berufswelt und der damit einhergehenden Entstehung neuer Berufsfelder und dem Bedarf an qualifiziertem Personal auseinandersetzen. Im Zuge der vierten industriellen Revolution, der Industrie 4.0 (der vierte große Umbruch in der Industrie: Mithilfe der Digitalisierung verschmelzen Informationstechnik, Telekommunikation und Fertigungsindustrie. Virtuelle und reale Welt vernetzen sich zunehmend.), müssen ganze Lehrpläne umgestaltet werden, um den Bedürfnissen der Wirtschaft gerecht zu werden.      
    Die neuen Anforderungen an die Arbeitswelt, welche durch die Industrie 4.0 entstehen, stellen nicht nur für Deutschland und Frankreich, sondern auch europaweit eine neue Herausforderung dar. Die deutsch-französischen Akteure müssen entsprechend darauf vorbereitet werden.
    Doch was bedeuten diese Veränderungen konkret für Ausbildung und Lehre? Unternehmen, Auszubildende, aber auch Ausbilder, müssen sich an die Digitalisierung anpassen, um mit den neuen Anforderungen Schritt halten zu können.

    Ziel der Veranstaltung ist die Realisierung einer intensiven Kooperation zwischen deutschen und französischen Akteuren der Berufsbildung - vor allem im Hinblick auf die Digitalisierung der Arbeitswelt und die Modernisierung der Arbeitsprozesse. Anreize zu grenzüberschreitenden Berufsbildungsprojekten sollen gegeben werden, um eine enge Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, den politischen Akteuren und den Bildungseinrichtungen anzuregen.

    Teilnehmer des Projektes sind vor allem deutsche und französische Akteure der beruflichen Bildung, Ministerien, Institutionen, Experten, Vertreter von Mobilitätsprogrammen, Unternehmen und Journalisten. Auf europäischer Ebene werden Gastredner aus der Europäischen Union vertreten sein. Außerdem sollen von deutscher und französischer Seite Auszubildende und Ausbilder von ihren bisherigen Erfahrungen berichten, was den Teilnehmern einen direkten Einblick in den neuen Ausbildungsalltag der Industrie 4.0 ermöglichen soll.

    Um die Nachhaltigkeit der 2014 und 2015 stattgefundenen Deutsch-Französischen Berufsbildungstage und der begonnenen Initiativen zu gewährleisten, werden erneut Minister, Experten, Unternehmensvertreter und Entscheidungsträger der beruflichen Bildung aus Frankreich, Deutschland und der Europäischen Union zusammengeführt, um sich über die neuen Perspektiven unserer Jugend durch die Digitalisierung der Berufe auszutauschen.

1. Deutsch-Französischer Berufsbildungstag

Kontakt

Die Konferenz als Audio-Datei

Kooperationspool

Der 3. Deutsch-Französische Berufsbildungstag bringt zahlreiche Experten, Unternehmensvertreter und Akteure der beruflichen Bildung aus Frankreich und Deutschland zusammen.

Viele Teilnehmer würden sich gern mit allen Besuchern während der Konferenz austauschen, doch dazu fehlt oftmals einfach die Zeit.

Aus diesem Grund hat die AHK Frankreich diesen Kooperationspool geschaffen, der Akteure und Institutionen aus dem Bereich der Berufsbildung verbinden soll.

Sie haben eine konkrete Projektidee, die Sie gern verwirklichen möchten und suchen dazu noch den richtigen Partner? 

Möchten Sie gern Ihr Projekt dem Fachpublikum vorstellen? 

Haben Sie Fragen zu einem bestimmten Thema?

Möchten Sie Feedback äußern oder Inhalte der Veranstaltung ergänzen?  

Bitte senden Sie uns dazu Ihr Anliegen an: event(at)francoallemand.com



Nach Erhalt Ihrer Nachricht veröffentlichen wir diese an dieser Stelle und helfen Ihnen somit, sich mit den richtigen Ansprechpartnern zu vernetzen.

Wichtiger Hinweis:

Sie können uns Ihren Eintrag vor, während und nach dem 3.Deutsch-Französischen Berufsbildungstag zukommen lassen.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!     

Le lycée professionnel Jules MICHELET, situé à Fontenay sous Bois (94) recherche un partenaire allemand (une classe de seconde, spécialisée en technologie des énergies renouvelables) pour mener le projet: "Construire une maison positive: un habitat durable idéal"

La maison positive reprend les principes de l’architecture bioclimatique, une construction compacte qui atteint un niveau d’isolation et d’étanchéité très performants, et qui est économe de ses dépenses en énergie pour le chauffage, l’éclairage, la climatisation, la ventilation et pour l’utilisation des appareils électroménagers. Pour arriver à devenir énergétiquement autonome la maison positive produit son énergie avec des énergies renouvelables.

1ère étape: réaliser une maison qui intègre des systèmes et des équipements performants, pompe à chaleur, chauffe-eau solaire, ventilation mécanique double flux, puits canadien, production d’électricité par panneaux solaires photovoltaïques ou petit éolien

2ème étape: communiquer et informer l’utilisateur sur ses modes de consommation à ce nouveau type d’habitat. Réduire les besoins, consommer mieux. Installer des lampes basse consommation (led), équiper en appareils électroménagers en fonction de leurs étiquettes énergie (classe A, A+)

Durée: Le projet durera sur toute l’année scolaire 2016/2017

Mission: Initier les élèves à devenir des citoyens éco-responsable. Introduire le développement durable lié aux nouvelles technologies dans l’enseignement. Motivation et implication des élèves sur un projet éco-responsable.

Contact: Karim.ben-yedder(at)ac-creteil.fr